Jardin de Zoologique in Les Sables d´Olonne, Vendée, Frankreich

Dieser Zoo erstreckt sich auf einer Fläche von gerade einmal 4 ha! Eine geschickte Wegeführung und die Einbindung des teilweise einhundertjährigen Baumbestandes kaschieren gekonnt die geringe Grösse. Dennoch muss der Besucher kaum auf einen typischen Zooliebling verzichten. Dennoch wird auch der Raritätenliebhaber fündig!
Gegründet wurde der Zoo 1963 von Bürgern der Stadt. Seinen Standort erhielt er etwa 5 km südlich des Zentrums. Seit 1975 gehört er der tierparkerfahrenen Familie Gay, den Besitzern des berühmten Zoo in Doue-la-Fontaine! Les Sables0 Der Eingang beherbergt einen kleine Zooshop und ein Café. Neben der dazugehörigen Terrasse führt uns eine Treppe in das Tal eines kleinen Bächleins.

Les Sables Zunächst sticht uns eine offene Jaguaranlage ins Auge. Offentsichlich geniessen sie Bewohner diese Freiheit! Wir starten hier zu unseren genüsslichen Rundgang. Ein Seitenweg führt übrigens zu einer Plattform mit einen Anlageneinblick von oben.

Les Sables Der Zoo erstreckt sich über ein recht langgezogenes Gelände und weisst zwei Wegeschlaufen auf. Die erste erreichen wir nach Querung des Bächlein Ruisseau und der Passage einer Freianlage für Mandschurenkraniche. In deren Zentrum liegen zunächst vier Affeninseln, die weitestgehend ähnlich gestaltet sind. Ein Stangengewirr überragt ein dichtes Grün und bietet den Bewohnern durch dazwischen gespannten Taue zusätzliche Klettermöglichkeiten!

Les Sables Sie beherbergen je zwei Vari- und Gibbonformen. Zu den Bewohnern der ersten beiden Inseln zählen neben Schwarzweissen Madegassen eine Familie Weisswangen-Schopfgibbons. Die gegenüberliegende Wegeseite bietet zunächst Einblicke in eine Chileflamingoanlage und wenige Meter weiter eine von Efeu umrahmte Voliere für Königsgeier. Nebenan entstand 2007 eine begehbare Anlage für Allfarblori´s.

An den Primateninseln schliesst sich im Innenkreis ein Südamerikabereich an. Zunächst trifft man auf Mähnenwölfe, der eine Gemeinschaftsanlage für Herbivoren folgt. Zu deren Bewohnern zählt allerdings auch eine thematisch unpassende Gruppe Rosapelikane! Doch Capybara und Flachlandtapir geben diesem Bereich den rechten Namen. Inzwischen zogen hier ausserdem noch Grosse Ameisenbären ein!

Les Sables

Les Sables Inmitten dieser Anlage steht ein weiteres kleines Stallgebäude und ein Baum als Heimat der Totenkopfäffchen. Die Kapuzinerartigen sind allerdings Freigänger und so trifft man sie im gesamten Zoogelände an! Der Rundweg umrundet die Südamerikaanlage und bietet Einsichten von drei Seiten. Dabei wurden allerdings die Flanken mit viel Pflanzen gestaltet und nur an ausgesuchten Plätzen gibt es Plattformen oder Tribünen zur Tierbeobachtung. Der Tapiranlage folgt ein weiterer Einblick bei den Mähnenwölfen. Wenige Meter weiter bietet sich uns dieses Bild:
Les Sables

Der üppige Pflanzenbewuchs findet sich auch an den meisten Raubtieranlagen. Hier finden wir solche Besucherfenster für die Einblicke in das Leben der Geparde. Deren Anlage ist von zwei Flanken einsehbar und im Zentrum recht dicht bepflanzt.

Les Sables Wenige Meter hinter der Gepardenanlage kommen wir zu einem Streichelgehege mit Zwergziegen und als ungewöhnlichen Nachbarn ein Rudel Löwen. Deren Anlage kann nur von einer Seite eingesehen werden! Kurz hinter dem Löwenrudel vollenden wir die erste Wegeschlaufe. Zuvor passieren wir allerdings zwei aussenliegende weitere Affeninseln. Hier leben Klammeraffen und Kattas. Die innenliegenden, bereits erwähnten Inseln beherbergen übrigens Weisshandgibbons und Rote Varis!

Nahe der Eingangstreppe entstand 2007 eine Neuanlage für Erdmännchen. Hier besteht ein Stichweg, der abermals die Ruisseau quert und zu einer grossflächigen Freianlage auf der anderen Bachseite führt. Die Tiger können von einer Plattform über den Zaun hinweg beobachtet werden. Eine Treppe führt zudem zu einem ebenerdigen Schaufenster! Les Sables

Les Sables Das restliche Zooareal verbleibt nun auf dieser Seite des Bächleins. Auf der Bachseite des Weges folgt dem Tigerpfad eine kleine Freianlage für Tammare. In Deutschland recht selten findet man diese kleinen Känguru´s in Frankreich etwas öfters! Gegenüber dieser befindet sich eine recht grosse Voliere für südamerikanische Vögel. Diese ersetzte mehrere Kletterfreianlagen für Papageien. Neben verschiedenen Grosspapageien (Hyazinth-, Hellroter, Grünflügel-, Gelbbrust- und Grosser Soldatenara) leben darin Helmhokko´s und Rote Sichler.



Die ursprüngliche Papageienhaltung finden wir nebenan in dieser Ausführung! Es ist hier die letzte ihrer Art, doch solche Anlagen sind noch vielerorts in französischen Tierhaltungen anzutreffen. Gehalten werden hier ein Graupapagei und eine Amazone. Les Sables

Das einzige begehbare Tierhaus stellt ein Vivarium dar. Dessen Bewohner sind nicht sehr zahlreich. Neben Grünen Leguanen, Boas und Stumpfkrokodilen findet der Besucher hier Zwergseidenäffchen. Die Haltungen erfolgen dafür in ansprechend dimensionierten Gehegen. Les Sables

Vom Reptilienhaus beginnt ein Stichweg, der uns zunächst zu den Brillenpinguinen führt. Die Frackträger bewohnen eine recht grüne Anlage mit zwei Badebecken. Les Sables

Les Sables Ebenfalls vom Schwarzen Kontinent stammen deren Nachbarn, doch wirken diese etwas befremdlich hier: Nach so vielen kleineren und mittleren Tieren überraschen die höchste Form doch ein wenig! Das Haus der Niger- oder auch Kordofangiraffen ist für Besucher nicht begehbar. Hier endet der Weg.

Zurück beim Vivarium blicken wir noch auf zwei hangseitige Anlagen. Zwischen diesen verläuft die zweite Wegeschlaufe. Wärend zur einen Seite die Anlage der Kleinen Pandas zu finden ist, umläuft der Weg anderseitig eine Freianlage für Kurzkrallenotter. Auf dem Höhenniveau des Einganges passieren wir eine langgezogene Voliere für Doppelhornvögel und Satyrtragopane.

Innenseitig gibt es nochmals einen oberen Einblick in die Südamerikavoliere. Schliesslich erreichen wir noch eine Kleinvoliere für Lisztäffchen und hier endet dann unser kleiner Rundgang!

Les Sables


Autor: Locke